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Milwaukee Mile: Power siegt und kommt dem Titelgewinn näher

Mit einer überragenden Vorstellung behielt Penske Pilot Will Power die Oberhand im ABC Supply Wisconsin 250 auf der Milwaukee Mile. Vom Start weg machte der Australier deutlich, dass ein Sieg heute nur über ihn führen würde. Die Angriffe von Tony Kanaan zu Beginn und Teamkollege J.P. Montoya am Ende konnte er in überzeugender Art und Weise abwehren und fuhr am Ende verdient als Erster über den Zielstrich, nachdem er den Großteil der 250 Runden an der Spitze verbracht hatte.
Für Ganassi Pilot Kanaan reichte es am Ende zum dritten Platz, gefolgt von Scott Dixon.


Der Start ging weitgehend ohne Probleme vonstatten. Polesitter Will Power kam sehr gut aus der letzten Kurve und konnte den fliegenden Start für sicher entscheiden. Fisher-Pilot Newgarden versuchte gleich an Ryan Briscoe vorbeizuziehen, was dieser jedoch kontern konnte. Das Feld zog sich bei der Green-Flag etwas auseinander, weil Takuma Sato beinahe sein Auto beim Beschleunigen in einen Dreher gezwungen hatte. Helio Castroneves konnte bis Runde 10 von Platz 8 auf 6 vorfahren, Hunter-Reay schnupfte sogar im Hinterfeld gleich 6 Konkurrenten auf. Nach weiteren 10 Runden ging er in einem sehenswerten Manöver innen an seinem Teamkollegen James Hinchcliffe vorbei und lag damit schon auf Platz 11 direkt hinter Meister Scott Dixon.
Die Positionen blieben bis auf weiteres fest bezogen und Simon Pagenaud eröffnete in Runde 52 die erste Phase der Boxenstops. Juan Pablo Montoya war der Letzte aus der Spitzengruppe, der dann in Runde 59 zur Box abbog und dabei fast bis zur Mauer seiner Box rutschte. Nur mit Mühe konnte der vordere linke Reifen gewechselt werden. Power und Kanaan blieben in Führung, Montoya verlor durch das Missgeschick in der Box seinen dritten Platz an Briscoe.
Nach den Stops schienen die Piloten dann wie ausgewechselt, denn nach dem üblichen Startgetümmel tröpfelte das Rennen bis zu den Stops ohne nennenswerte Action dahin. Nach den Stops kam es dann zu einigen engen Überholmanövern, allen voran kämpften Kanaan und Power um die Spitze. Kanaan schien zunächst an Power vorbei zu sein, doch Power ließ nicht locker auf der Außenbahn und nutzte den Windschatten des zu überrundenden Justin Wilson, um vor dem Ganassi Piloten zu bleiben.
Ryan Hunter-Reay setzte seine Aufholjagd indes weiter fort und lag in Runde 80 bereits hinter Castroneves auf Platz 6. Damit befand er sich nach einem Drittel des Rennens wieder in absoluter Schlagdistanz zur Spitze und das schlechte Qualifying konnte abgehakt werden.
Pagenaud kam dann in Runde 108 erneut als erster Fahrer zum zweiten Boxenstop. Bei Ganassi holte man Tony Kanaan in Runde 115 nun etwas früher als Leader Will Power herein, der noch weitere 6 Runden mit den alten Reifen absolvierte. Der frühere Stop spülte Kanaan dann direkt hinter Power mit einer Runde Rückstand wieder auf die Strecke, und nachdem der Ganassi Pilot den Führenden mit seinen frischen Reifen überholen konnte, war es klar, dass die Penske Crew ihren Piloten nicht innerhalb einer Runde wieder auf die Strecke würden bringen können. Tony Kanaan übernahm mit diesem klassischen Überholen in der Box die Führung in Runde 123. Auch Teamkollege Scott Dixon hatte sich nach den Stops auf Platz 4 vorarbeiten können. In Runde 132 kam es dann zur ersten Gelbphase, als Carlos Munoz (Andretti) nach einem Mauerkontakt langsam die Box aufsuchen musste.
Die Strategieverantwortlichen waren nun gefragt, ob jetzt ein zusätzlicher früher Stop am Ende einen Vorteil bringen sollte. Ein Großteil der Fahrer kam auch tatsächlich zur Box, lediglich Power, Newgarden und Andretti blieben draußen und übernahmen damit logischerweise die ersten drei Positionen. Dahinter reihten sich dann Kanaan und Montoya ein, gefolgt von Dixon, Briscoe, Castroneves, Pagenaud und Bourdais am Ende der Top 10.
Nach dem Restart ging Kanaan schnell an Andretti und Newgarden vorbei auf die Jagd nach Power. Der Vorteil der 12 Runden frischeren Reifen währte nach dem Restart nur kurz, daher galt es für Kanaan schnell Positionen gut zu machen. Doch Power ließ sich erneut nicht die Butter vom Brot nehmen und verteidigte die Spitze vor Kanaan und Montoya, der ja ebenfalls neue Firestones aufgezogen hatte.
Nachdem sich Ryan Hunter-Reay ja schon bis auf Platz4 vorgearbeitet hatte, machten zunächst schlechte Pitstops die Aufholjagd wieder zunichte und in Runde 168 war der Tag dann nach einem Aufhängungsschaden hinten rechts für den sympathischen Andretti Piloten endgültig zuende. Er konnte zwar beim Ausrollen einen Mauerkontakt verhindern, eine Reparatur schien jedoch bei einer verbleibenden Renndauer von rund 30 Minuten nicht mehr möglich.
Die letzten Stops gingen ab Runde 190 über die Bühne. Montoya hatte im Stint zuvor etwas Fuelsave betrieben, um den Stop dadurch ein paar Zehntel kürzer halten zu können. Leader Power wurde ebenfalls ohne Probleme abgefertigt und der Sprit sollte auch locker bis zum Ende reichen. Seine Stints betrugen um die 65 Runden, bei noch zu fahrenden 60 und eventuellen Yellows sah also alles gut für den Penske Piloten aus.
In Runde 202 schnupfte Montoya ohne lang zu fackeln den Zweitplatzierten Josef Newgarden um sich sofort im Heck von Power festzubeißen, der mit dem Überrundungsverkehr zu kämpfen hatte. Doch auch Montoya hatte etwas Probleme im Verkehr auf der Strecke, so dass Power sich in Folge wieder etwas absetzen konnte. Hinter Newgarden lauerte schon die Ganassi Großmacht mit Kanaan, Dixon und Briscoe. Dahinter dann Pagenaud, Aleshin als bester Rookie, Carpenter und Castroneves, der im Rennen nie direkt zur Spitze aufschließen konnte.
25 Runden vor der Zielflagge war auch von Team Andretti nicht mehr viel zu sehen. Nachdem Hunter-Reays furiose Aufholjagd durch den technischen Defekt jäh beendet wurde, war Marco Andretti auf Platz 13 der beste der 4 Piloten des Traditionsteams. Carlos Munoz war ja schon früher ausgefallen und auch James Hinchcliffe auf Platz 19 spielte keine Rolle mehr. Für Power war es nun zum Rennende wichtig, ein ausreichendes Polster auf seinen Verfolger Juan Pablo Montoya aufzubauen, denn zu frisch war die Erinnerung an das Überholmanöver von Pocono, als der Kolumbianer eiskalt und unter hohem Risiko am Teamkollegen vorbeigezogen war. Powers Vorsprung betrug 10 Runden vor Schluss etwa 2 Sekunden, doch durch nun ständige Überrundungen konnte sich daran noch schnell etwas ändern. Vor allem der auf Platz 6 liegende Pagenaud sollte sich als großes Hindernis erweisen, dem Power auch mit der entsprechenden Vorsicht begegnete. Schon in Sichtweite der karierten Flagge wollte er keinen Ausfall mehr riskieren und hielt sich bis zum Zielstrich hinter Pagenaud. Josef Newgarden benötigte noch einen Splash & Dash, wodurch die Podiumsplatzierung zunichte war und damit Tony Kanaan den dritten Platz hinter Power und Montoya erbte.
Will Power konnte mit seiner dominanten Vorstellung die Tabellenführung unterdessen weiter ausbauen und befindet sich 2 Rennen vor Ende der Meisterschaft mit 39 Punkten Vorsprung vor Helio Castroneves in bester Position, diese nun auch endlich zu gewinnen.

Das nächste Rennen findet bereits in einer Woche auf dem Sonoma Raceway nahe San Francisco statt, eine Woche darauf wird auf dem Oval in Fontana dann das Saisonfinale ausgetragen.

Alle Rennergebnisse Milwaukee Mile

Detroit Race


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Geschrieben 18-08-2014, 00:09
Updated 19-08-2014, 13:40
Geschrieben von V. Löhning
Fotos IMS

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Warm-up
1. T. Kanaan 0:39.510
2. S. Dixon 0:39.879
3. Mo. Andretti 0:39.961
4. S. Bourdais 0:40.033
5. C. Kimball 0:40.051
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