Neben den direkt beteiligten Piloten Will Power und Scott Dixon, meldeten sich auch Franchitti, Wilson und Paul Tracy zu Wort und befürworteten die Strafe gegen Castroneves. Grund für diesen Dissenz der Meinungen dürfte die schlechte Kommunikation der Regeln durch die IZOD Indycar Series sein.
Erst am Tag nach der umstrittenen Entscheidung veröffentlichte die Serie eine Erklärung von Brian Barnhart und ein Video aus dem Fahrerbriefing. Darin erfährt man, dass die Blocking-Regel relativ eindeutig ist und wenig Interpretationsmöglichkeiten besitzt. Die innere Seite der Strecke, bei der Anfahrt auf eine Kurve, gehört demnach dem Angreifer. Nutzt der verteidigende Pilot die innere Seite, gilt dies als defensiver Akt und somit als Blockieren oder "Blocking". Das Regelbuch sieht derzeit für Blockieren eine schwarze Flagge und eine Durchfahrtsstrafe vor, während 2008 in Detroit lediglich ein Platztausch, zwischen den damals involvierten Piloten Castroneves und Wilson, angeordnet wurde.

Die Regel kommt übrigens aus dem Regelbuch der Champ Car World Series und einige Fans können sich noch erinnern, dass Champ Car Renn-Direktor Tony Cotman weisse Linien auf den Asphalt in den Anbremszonen malen lies, um für Piloten, Offiziellen, Fans und TV-Zuschauer die eindeutige Abgrenzung der korrekten Seiten zu ermöglichen. Die weissen Linien kamen 2007 besonders bei den Stadtrennen in Toronto und San Jose zum Einsatz.
"Die Fahrer sind an die Regeln gebunden," so Ex-Champ Car Pilot Justin Wilson, "Die weissen Linien machten es einfacher die Regeln zu verstehen und zu befolgen." Bei klarer Kommunikation der Regeln seitens der IZOD Indycar Series, hätte eine solche unklare Situation vermieden werden können. Einen Punkt den sich eindeutig die Serie auf ihre Fahnen schreiben lassen muß.
Geschrieben 28-07-2010, 12:35
Updated 28-07-2010, 23:02
Fotos IMS
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LonewolfLE, 06-08-2010, 20:17
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